Siegeszug-II

INVESTOREN VERSUS UNTERNEHMER: eine Analyse

Eine Analyse für VON – von Walter Schönthaler

Von den Wirtschaftsseiten der Print- und Online-Medien springen uns immer mehr Akronyme ins Auge: EFSF, ESM, LIBOR, Cum-Ex, Cum-Cum. Derartige Abkürzungen gehören zu den häufigsten Schlagwörtern der aktuellen wirtschaftspolitischen Berichterstattung. Obwohl die Bedeutung der Verkürzungen nur von wenigen verstanden werden, sind sie ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit vorgedrungen, sie sind top-of-mind.

Hingegen haben Begriffe, wie Bruttonationalprodukt, soziale Marktwirtschaft, Unternehmer, Sparen, Arbeitsplätze deutlich an Präsenz verloren. Interessant ist, dass diese Begriffe und Konzepte der medialen Verlierer keine diffusen Abkürzungen sind, sondern konkrete Schlüsselbegriffe der Wirtschaft, die jahrzehntelang die mediale Berichterstattung dominiert hatten.

Übrigens: Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der Begriff des Unternehmers immer mehr vom Begriff des Investors verdrängt wurde? Die Trefferliste der Suchmaschine Google für das Wort Investor zeigt mehr als 300 Millionen Ergebnisse, während der Begriff Unternehmer nur 35 Millionen Treffer erbringt. Der Begriff Investor generiert also zehnmal mehr mediale Aufmerksamkeit als der Begriff Unternehmer.

Börse-Nachrichten für Investoren dominieren die besten Sendezeiten privater und öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten wie die Sendung Börse vor 8, die täglich zur besten Sendezeit um 19.55 Uhr im ARD ausgestrahlt wird. Dabei sind Aktienbesitzer in Deutschland eine winzige Minderheit, denn nur etwa fünf Prozent der Bürgerinnen und Bürger besitzen Aktien. Aber im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird täglich eine eigene Sendung für ein Zwanzigstel der Bevölkerung produziert.

Hingegen gibt es verhältnismäßig wenig staatliche PR-Unterstützung für die Unternehmer und Selbstständigen, die Produkte und Dienstleistungen herstellen und den Großteil der Steuerleistung tragen. Erleben wir also live den Siegeszug der Investoren und den Rückzug der Unternehmer?

Schuldensozialismus für systemrelevante Finanzinstitute

Vor zehn Jahren, bei der Subprime-Crisis und der Lehmann-Pleite, standen wir fassungslos vor verantwortungslosen Finanzprodukten und viele Großbanken waren too-big-to-fail. Sie mussten mit Milliarden von Steuergeldern über eine Art kollektiven Schulden-Sozialismus für Finanzinstitute gerettet werden, indem Schulden „sozialisiert“ wurden, also der Allgemeinheit aufgelastet wurden.

Für die Rettung dieser systemrelevanten Finanzinstitute wurde der fundamentale Vertrauensgrundsatz der Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt. Pacta sunt servanda! (Verträge müssen eingehalten werden!). Die Hoffnung, dass es nach dem Beinahe-Crash von 2008 mit der organisierten Verantwortungslosigkeit und der Schuldensozialisierung der großen Finanzinstitute ein Ende hätte, hat sich leider nicht erfüllt. Im Gegenteil: alle Anzeichen deuten darauf hin, dass aus der Finanzkrise von vor zehn Jahren wenig gelernt wurde.

Wie sonst wäre es erklärbar, dass wir nach wie vor mit ständig wachsenden Staatsschulden konfrontiert sind. Mit weiteren Bankenrettungen durch die Steuerzahler wie zuletzt in Italien, mit globalen Korruptions-Skandalen, mit zweifelhaften Bankenstress-Tests, mit systematischen Markt-Manipulationen wie dem Libor-Skandal, mit organisiertem Steuerbetrug in riesigen Dimensionen, wie den Cum-Ex und Cum-Cum-Skandalen. Und das alles auf Kosten der Steuerzahler, deren Zwangsverbindlichkeiten durch eine Art Steuer-Factoring-Business in Form von Staatsanleihen an Finanzinstitute verkauft werden.

Das Verkaufen zukünftiger Zwangsabgaben ist nach den Kriterien der Bankenstresstests vollkommen risikolos, weil der Steuerzahler doppelt dafür haftet, einerseits als Steuerschuldner und andererseits als solidarischer Ausfallsbürge. Die Zentralbanken wiederum enteignen die Sparer, wenn die Inflationsraten doppelt bis dreifach so hoch sind wie die nominalen Zinsen. Und bei der Inflationsstatistik gibt es mittlerweile bereits drei verschiedene Indizes, die auf unterschiedlichen Warenkörben beruhen.

Die offizielle Inflationsrate in Österreich beträgt 2,4 %. Die Geldentwertung im Mikrowarenkorb, welcher die Ausgaben für den täglichen Einkauf reflektiert, ist nach den Berechnungen der Statistik Austria im September 2017 um 5,3 % gestiegen und mehr als doppelt so hoch als die offizielle Inflationsrate. Die früher so beliebten Spar-Bücher sind zu Geldvernichtungs-Büchern geworden, seit die Sparbuchsparer für ihren Konsumverzicht keine Zinsen, sondern für Ihre Einlage am Weltspartag einen billigen Kugelschreiber oder bestenfalls den Sparefroh in Form eines PEZ-Dispensers bekommen.

Credit Default Swaps und toxische Finanzprodukte

Was ist denn in den letzten 10 Jahren seit der Subprime Crisis passiert? Warum sind die Unternehmer der Realwirtschaft immer mehr in die Defensive geraten und in den Hintergrund gedrängt worden? Die Realwirtschaftler, also die Unternehmer von Industrie, Handel und Dienstleistungen kämpfen seit jeher mit aller Kraft dafür, auch auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben und Europa als Binnenmarkt zu erhalten. Aber andere Player wetten mit Credit Default Swaps (CDS) und derivativen Finanz-Produkten auf den wirtschaftlichen Niedergang der EU.

Private Ratingagenturen definieren die Zinsniveaus von Staatsanleihen und damit die zukünftigen Steuerbelastungen der Steuerzahler. Die privaten Verluste der Großbanken werden sozialisiert, während die Steuerbelastung des Mittelstands permanent steigt. Die privaten Sparer werden durch Negativzinsen schleichend enteignet. Internationale Konzerne mit ganzen Abteilungen von cleveren Juristen finden Steuerschlupflöcher in Offshore Briefkästen, und das in den meisten Fällen völlig legal.

Die Interessenskonflikte und die wachsenden Gegensätze zwischen der Realwirtschaft und den Finanzderivaten werden immer offensichtlicher. Toxische Finanzprodukte wie CDS haben sich seit der Jahrtausendwende immer mehr ausgebreitet. Sie haben mit Entrepreneurship nichts gemeinsam, denn derivative Finanzprodukte sind keine Produkte, sondern virtuelle Konstrukte. Sie haben keine positive Auswirkung auf das Bruttonationalprodukt, denn sie schaffen keine realen Werte.

Es sind Wetten, reine Nullsummenspiele ohne reale Wertschöpfung. Und im Gegensatz zu realen Produkten und Dienstleistungen sind die Umsätze, die mit diesen Derivaten gemacht werden, gänzlich von der Umsatzsteuer befreit. Für jede Wurstsemmel wird Mehrwertsteuer eingehoben, für kleine und mittlere Unternehmen besteht strenge Registrierkassenpflicht. Aber bei den sogenannten Leerverkäufen, bei denen praktisch nichts, also die Leere verkauft wird, wird keine Umsatzsteuer eingehoben.

Für jede reale Wirtschaftstransaktion, jedes Produkt, jede Dienstleistung wird Umsatzsteuer eingehoben, aber derivative Finanzprodukte sind von der Umsatzsteuer befreit. Ist das eine sinnvolle und gerechte Wirtschaftsordnung? Oder haben wir es hier mit einer Art planwirtschaftlichen Finanz-Sozialismus zu tun?

Der Siegeszug der Investoren und der Rückzug der Unternehmer

Alle Unternehmer sind Investoren. Aber sind alle Investoren auch Unternehmer? Es wird oft so behauptet und auch in den Medien berichtet. Aber ich behaupte, diese Vorstellung ist falsch, denn sie beruht auf einer fatalen Verwechslung. Denn jeder Unternehmer ist ein Investor, aber nicht jeder Investor ist ein Unternehmer.

Die Grundsätze von Investoren auf die Unternehmensführung anzuwenden, führt zu gravierenden Fehlentscheidungen. Denn Finanzinvestoren agieren selten wie klassische Unternehmer. Eine prosperierende Wirtschaft braucht beide: Unternehmer ebenso wie Investoren. Doch die Geschäftsmodelle von Investoren und Unternehmern sind so gegensätzlich wie Credit Default Swaps und die Entwicklung einer innovativen Spitzen-Technologie.

Der Unternehmer will ein überlegenes Produkt oder Dienstleistung anbieten und mit Gewinn verkaufen. Dazu benötigt er einen überlegenen Kundennutzen. Deshalb hat der Unternehmer unablässig den Markt, seine Kunden und den Nutzen seiner Produkte und Dienstleistungen im Auge.

Der Finanzinvestor hingegen ist Experte für Kredit und Geld, er orientiert sich am Shareholder Value. Ein Finanzinvestor muss von der Führung der Unternehmen selbst überhaupt nichts verstehen. Bei Schwierigkeiten verkauft er seine Papiere. Das ist auch in Ordnung so, solange man die beiden Geschäftsmodelle nicht miteinander vermischt, indem man etwa Unternehmen ausschließlich nach Kriterien des Investors beurteilt.

Der Unternehmer im Sinne des Eigentümers kümmert sich um sein Unternehmen bei jedem Wetter, er kämpft bei Schwierigkeiten, denkt in Generationen, kann und will auch nicht verkaufen, sein persönliches Schicksal ist mit seinem Unternehmen eng verbunden. Auch der Unternehmer wirtschaftet nicht aus altruistischen Motiven. Denn er will und muss Gewinne machen, um wieder investieren zu können. Der Fokus des Unternehmers liegt auf dem Markt. Unternehmen arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, der Innovation und dem Marketing ihres Customer Values.

Hingegen sind die Augen des Investors auf den Kurs und den Börsen-Ticker gerichtet. Den Finanzinvestor interessiert primär die Kursentwicklung der Aktien. Ein Unternehmer richtet seine Aufmerksamkeit nicht auf das kurzfristige Steigen des Aktienkurses seines Unternehmens, sondern auf die mittel- bis langfristige Entwicklung des Unternehmens am Markt. Wichtiger als der Aktienkurs sind dem Unternehmer die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens und seine Stellung am Markt. Auch wenn ihm das nicht immer passt und nicht immer leicht fällt. Denn er hat gar keine andere Wahl. Er kann sich nicht nur am Shareholder Value orientieren.

Der Unternehmer muss sein Unternehmen danach ausrichten, den Nutzen für seine Kunden zu schaffen und ihn permanent zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Unternehmer mehrere Parameter im Unternehmen beobachten und aktiv verändern: Marketing, Innovationsmanagement, Investitionen, Qualitäts-Management, Forschung und Entwicklung, Cashflow und Liquidität.

Der Unternehmer braucht dazu keine Stock Exchange. Daher haben Unternehmen schon Jahrhunderte existiert, lange bevor Börsen überhaupt entstanden waren. Die Marktwirtschaft braucht innovative Unternehmer. Und sie braucht Investoren und leistungsfähige Finanzmärkte, die der Wirtschaft dienen, indem sie Kapital gegen Zinsen als Abgeltung für Risiko zur Verfügung stellen, um Gewinn zu erzielen. Konstruktive Finanzmärkte sind wesentlich, sie schaffen Wachstum, indem sie Kapital für Innovationen auch in sehr frühen Phasen der Entwicklung bereitstellen.

Die Marktwirtschaft funktioniert nur in Freiheit – aber sie braucht Regeln

Marktwirtschaft bedeutet Freiheit. Aber Freiheit bedeutet nicht Regellosigkeit. Wettbewerb bedarf klarer Regeln, deren Einhaltung durchgesetzt werden muss. Allerdings darf das Marktprinzip nicht durch politische Kommandos vom grünen Tisch aus ersetzt werden, indem alles im Detail festgelegt und geplant wird. Regelsetzung ist ein notwendiger Bestandteil von Innovations- und Entwicklungspolitik.

Das trifft in besonderem Maße auf die Finanzwirtschaft zu, die sich in den letzten zwanzig Jahren immer mehr von der Realwirtschaft abgekoppelt hat. Was wir in den letzten Jahren gesehen haben, widerspricht häufig dem Geist und den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und hat zu einer Fehlallokation ökonomischer Ressourcen geführt.

Klar ist, dass es Sicherungsgeschäfte, Hedging durch Terminkontrakte und damit die „Spekulation“ schon immer gegeben hat. Ebenso unbestritten ist auch, dass Spekulation nicht die alleinige Ursache für die Rohstoff-Preissteigerungen der letzten Jahre ist. Aber es wurde in einigen Studien zweifelsfrei empirisch nachgewiesen, dass Derivatspekulation mit automatischen Computer-Programmen die Volatilität der realen Märkte multipliziert.

Die Performance-Vorstellungen mancher Funds-Manager, die heute fälschlich mit Unternehmern gleichgesetzt werden, haben fast gar nichts mehr mit jener Performance gemeinsam, die Unternehmen in der Realwirtschaft benötigen. Dabei ist Spekulation nicht automatisch destruktiv, sondern kann in ihrer ursprünglichen Form eine konstruktive Funktion in der Realwirtschaft erfüllen.

Rohstoffspekulation und die Fehlallokation ökonomischer Ressourcen

Spekulation in Form von Hedging gibt es schon seit Jahrhunderten: Jeder Bauer, der seine Rohstoffe vor der Ernte an einen Müller verkauft, ist ein Spekulant – aber der Produzent spekuliert mit Rohstoffen, die er selbst herstellt, die also wirklich existieren. Und er muss liefern, egal ob die Ernte gut oder schlecht ausfällt.

Im Gegensatz zum Options-Händler: er schließt Wetten auf die Kurs- oder Preisentwicklung ab. Aber die Rohstoffe selbst interessieren ihn ebenso wenig wie der Kaffee-Trader täglich in Säcken mit Kaffeebohnen badet. Wenn die institutionellen Zocker ausschließlich ihr eigenes Geld riskieren würden, wäre es kein Problem. Aber das Fatale an dieser Art von Wetten ist, dass die Methode des Hochfrequenz-Tradings sich auch auf die Preise für echte Rohstoffe auswirkt, indem Trends per Computerknopfdruck automatisiert und dynamisiert werden.

Spekulation mit Rohstoffderivaten ist ein elitäres Glasperlenspiel für einige wenige globale Spieler, die über den Zugang zu billigem Geld und Informationen verfügen. Die fünf größten Rohstoff-Unternehmen tätigen jedes Jahr Umsätze, die zusammen etwa so hoch sind wie das österreichische Bruttonationalprodukt. Existentiell betroffen von den Wetten auf steigende Getreidepreise sind aber nicht die Spieler selbst, sondern die Nicht-Spieler. Wetten auf Nahrungsmittel sind ein Spiel zu Lasten Dritter. Das sind die rund drei Milliarden Menschen, die weniger als zwei Dollar pro Tag verdienen.

Aber auch jene Unternehmen, die Rohstoffe verarbeiten, wie die vielen kleinen und mittelständischen Hersteller von Lebensmitteln. Aus der Statistik der FAO (Food- & Agriculture Organisation der United Nations) ist klar erkennbar: Seit der Entdeckung der Rohstoffmärke durch die Hedgefunds im Jahr 2006, also ein Jahr vor der Subprime-Krise stiegen die Rohstoffpreise im Zeitraum von 2006 auf 2011 in nur 60 Monaten um mehr als 80 Prozent, nachdem sich die Preise zuvor jahrzehntelang nur wenig bewegt hatten. Danach sanken die Preise auf das Niveau von 2009. Seit September 2016 ist ein neuerlicher Anstieg der Preise zu beobachten. Der offizielle FAO-Food Price Index der Vereinten Nationen enthält die 73 wichtigsten Lebensmittel-Rohstoffe, eingeteilt in 5 Kategorien, wie Getreide, Zucker, Fleisch, Pflanzliche Öle und Molkereiprodukte.

Die Vision von der sozialen Marktwirtschaft der Vor-Millenniums-Zeit ist Schritt für Schritt und in der Öffentlichkeit lange Zeit unbemerkt, durch eine neue ökonomische Ideologie abgelöst worden: der Ideologie des Virtualismus. Der wichtigste Grundsatz dieser neuen Wirtschaftsideologie lautet: nur ein Business ohne realwirtschaftlichen Hintergrund, bei dem weder Produkte hergestellt, noch Dienstleistungen erbracht werden, ist ein „gutes“ Geschäft. Die Performance Vorstellungen mancher Funds-Manager, die heute fälschlich mit Unternehmern gleichgesetzt werden, haben leider fast gar nichts mehr mit der Performance gemeinsam, die ein Unternehmen in der Realwirtschaft braucht.

Irgendwann holt die realwirtschaftliche Logik auch die Realität aufgeblähter Blasenpumpen ein; offen ist nur der Zeitraum, wann dies das nächste Mal passieren wird. Einer der erfolgreichsten und renommiertesten Börsengurus gibt Investoren in einem Video auf seiner Website folgenden Rat: “Look: when I see a bubble, first thing I do is: I buy… Because, if I am right and the bubble is going to develop – then I´m going to make money. And if I see a bubble and I see the flow in(to) bubble, then I am really happy because I also know that I have to sell. But I lost a lot of money in the IT-bull-market, because I shorted it too soon.” Der Marsch der Lemminge? Aber vielleicht irre ich mich ja! Vielleicht wird alles gut und wir erleben schon bald eine Renaissance der Unternehmer und der Realwirtschaft.

Buchtipp:

VONsociety: Investoren, Buchcover „Geht’s noch billiger“ von Walter Schönthaler„Geht’s noch billiger?“ – ein satirischer Wirtschaftsroman über Diskont und Rohstoffspekulation von Walter Schönthaler
ISBN: 9783740714109, Verlag: Twentysix, Norderstedt

„Doch er und wir – wir alle sind Verlorene“, meldete der Senior-Münz depressionsgebremst über seine Elektronen. „Aus Metall wurde Papier, und aus Papier wurde Luft. O treue Münzen, die wir einst waren – durch Gold und durch Silber gedeckt – man hat uns an die Luft gesetzt und jetzt sitzen wir hier fest, fixiert unter einer Sockelleiste in einem Diskontladen.“
Unverblümt und pointiert erzählt Walter Schönthaler in seinem Wirtschafts-Kriminalroman aus der Sicht einer 20-Cent-Münze von der sinkenden Bedeutung des Bargelds, dem Lebensmitteldiskont, der Spekulation mit Agrarrohstoffen, dem Ausufern der Finanzwirtschaft und den Folgen für die Lebensmittelhersteller und Konsumenten.
„Geht´s noch billiger?“ ist eine erfrischende Satire über einige der Absurditäten in der Wirtschaft, geschrieben von jemandem, der jahrzehntelang in Top-Positionen von bekannten Markenartikelunternehmen gearbeitet hat.
Der Roman ist erhältlich als Taschenbuch und als E-Book online und im Buchhandel. Das Buch wurde von Aaron Drews, PhD ins US-Englische übersetzt und ist seit September 2016 unter dem Titel „Money for nothing and t.p. for free!“ im Buchhandel erhältlich.
Mag. Walter Schönthaler, Jahrgang 1954, lebt und arbeitet als Unternehmensberater, Leiter des Masterstudiengangs für Sales- & Innovationsmanagement an der Fachhochschule Wr. Neustadt und Adjunct Professor der Webster Private University Vienna.
Sein Lebenslauf liest sich wie das Who-is-Who der österreichischen Lebensmittel-Markenartikel: er war CEO/Vorstand von Manner, PEZ, Darbo, Felix-Austria und Spitz.

Mehr Infos zum Autor finden Sie HIER

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