Behind-The-Scenes-Opener-II

BEHIND THE SCENES: Models & Co. #1

„Behind The Scenes Models & Co.“ lautete das Motto der Session, die wir anlässlich 35 Jahre VON Magazine in unserem Atelier abhielten. Drei Tage lang gaben sich die Protagonisten von damals und heute die Klinke in die Hand. Models, die unsere Cover zierten, die Chefinnen und Chefs der Agenturen, die Visagisten und Hairstylisten – wir luden sie zum Open House und hatten jede Menge Spaß – es war ein echtes Happening!

Viel gab es zu erzählen, alte Geschichten wurden ausgekramt, Anekdoten und Skurriles zum Besten geben. Und: wir haben allen Ex-Models folgende Fragen gestellt:

– Wie hat alles begonnen | wer hat dich entdeckt

– Wie hat sich die Branche verändert

– Besondere Momente | Highlights in deiner Laufbahn

– Anekdote – oder gibt es etwas besonders Verrückteste, Skurriles das dir passiert ist

– Gab oder gibt es Vorbilder – wann ja, wer

– Was kam nach dem Model-Job

– Wie hältst du dich fit | jung – ein Beauty Tipp
 
Wir baten um kurze Antworten … naja, es ist doch mehr geworden, aber sehen Sie selbst …

 

Irmie Schüch-Schamburek

VONsociety: Behind the Scenes, Irmie Schüch-Schamburek

Irmie Schach-Schamburek beim VON Shooting und mit kreativen Make-up in VON 1984  © Paul Harris

Einerseits wurde ich, als Schülerin der Modeschule Hetzendorf nach meiner ersten Modeschau als Model von einigen Fotografen und Firmen angesprochen. Andererseits war ich auch mit Larry Williams, dem damaligen Assistenten von Paul Harris, befreundet. Er stellte mich ihm und Monika Szilagyi-Schrack vor, den damaligen Besitzern der Modelagentur Tausendsassa, die mich gleich engagierten.

Die Jobs waren damals zumeist deutlich besser bezahlt und früher mussten die Models von Kopf bis Fuß perfekt sein. Wer beispielsweise zum Zeitpunkt der Buchung einen Pickel hatte wurde wieder nach Hause geschickt. Ein Retuschieren des Fotos wäre zu teuer gewesen. Es wurde auch mehr Wert auf die Individualität des Looks gelegt. Die Supermodels von damals, wie Naomi, Christie, Nadja hatten alle Persönlichkeit und völlig unterschiedliche Gesichter, Ausstrahlung sowie Charaktere. Heutzutage sehen fast alle Models gleich aus – ebenmäßige Gesichter und langes brünettes Haar.

In Paris habe ich mit tollen Fotografen gearbeitet, beispielsweise mit Jeanloup Sieff, Jean-Paul Goude oder Patrick Demarchelier – und in Tokio habe ich extrem gut verdient.

Etwas Skurriles: Ich präsentierte in Tokio auf einer Hightech-Messe für eine japanische Marke „Das Bad der Zukunft“. Es hatte Unterwasserlautsprecher in der Badewanne, die Duschtemperatur konnte durch Sprache verändert werden. Lichteffekte wurden mittels Klatschen und Finger schnippen aktiviert – für die frühen 1980er Jahre eine echte technische Sensation. Plötzlich herrschte große Aufregung, der ganze Bereich um den Messestand wurde abgesperrt und geräumt, überall waren Soldaten. Dann erschien der damalige Thronfolger und heutige Kaiser mit seiner Gemahlin und schaute mir zu, während ich badend und duschend, mit einem sehr züchtigen Badeanzug bekleidet, die Innovationen des Bades auf japanisch erklärte. Das war ein sehr skurriles, aber lustiges Erlebnis. Tags darauf war ich in vielen japanischen Medien präsent.

Zurück in Österreich habe ich die französische Modemarke KOOKAI als Generalvertreterin nach Österreich gebracht und mit einem Partner eigene Franchise Shops eröffnet sowie etliche Boutiquen beliefert. Danach war ich Einkaufsconsultant für etliche Nobelboutiquen und Turek Workshop Company sowie Geschäftsleitung des Kaufhauses Steffl. Jetzt habe ich eine Trend- & Style Consulting-, sowie Personal Shopping-Agentur und bin Buchautorin und Lifestyle Journalistin.

Ich meditiere, praktiziere Bikram Yoga, Jogge und bin ich ein Fan von Power Napping für die schnelle Regeneration zwischendurch. Mit täglichen Wechselduschen, heiß und eiskalt, stärke ich den Hauttonus und rege den Stoffwechsel an.

 

Caro Strasnik

VONsociety: Behind the Scenes,Caro Strasnik © Paul Harris

Caro Strasnik in einer Promotion Strecke 1985 und beim Shooting 2017 © Paul Harris

Ich wurde mit 15 von Suzy Stöckl gefragt … wollte aber nicht. Drei Jahre später, nach der Matura, war ich drei Wochen in Brasilien. Ich hatte kein Geld mehr und dachte: „Machen wir kurz 1, 2 Jobs“ … daraus wurden 14 Jahre im Ausland.

Im Vergleich zu damals gibt heute weniger Jobs, mehr Models, weniger Geld.

Ein echtes Highlight waren sicher die 1990er Jahre in Miami: jeden Tag Jobs am Strand. Billard mit Mickey Rourke. Konzerte mit Prince. Hugo Boss Kampagne.

Eine Anekdote: Als ich in Miami wohnte scherzte ich öfters mit einem sehr jungen Typen. Der sagte immer: „Komm mach einen Film mit mir …“ Ich dachte an Einschlägiges. Tja, blöd gelaufen: BRETT RATNER hat gerade einen Hollywood Stern bekommen!

Vorbilder hatte ich keine, nur ein Mädchen, das ich schön fand als ich 12 oder 13 war und immer in Teenie Magazinen bewunderte – irgendwann hatten wir dann gemeinsam einen Job.

Nach dem Job hatte ich ein Geschäft mit grafischem Design in Miami. Danach kam die Fotografie.

Meine Kids (9 und 11 ) halten mich jung und Yoga – sonst: einfach alles nicht so eng sehen …

 

Andrea Classen

VONsociety: Behind the Scenes,Andrea Classen © Paul Harris

Andrea Classen: einst und jetzt © Paul Harris

Meine jüngere Schwester war bereits Model und hatte eine Doppelbuchung. Wir sehen uns sehr ähnlich und ich ging einfach zu dem Job. Der Fotograf war so begeistert, dass er mich gleich für einen weiteren Job buchte.

Ich weiß eigentlich nicht wie es heute ist, aber damals war es super und sehr überschaubar!

Mein Highlight war, als mich Helmut Newton sehen wollte. Leider sah ich ihm damals zu jung aus.

Eine Anekdote: 10 Mädchen waren zu einem Popo Casting eingeladen, um einen Job für eine Sonnencreme zu bekommen. Wir ließen die Hosen runter und ich hörte den Fotografen sagen: Der beste Arsch ist die Andrea 😉

Nach dem Modeln kamen meine wunderbaren 3 Kinder, viele Tiere und ganz viele tolle Aufgaben!

Das Wichtigste ist es, Spaß zu haben!!!!

 

Milva Spina

VONsociety: Behind the Scenes,Milva Spina © Paul Harris

Seit sie graue Haare hat, ist Milva Spina wieder voll im Geschäft © Paul Harris

Begonnen habe ich von 32 Jahren! Ich kam nach Österreich und konnte kein Wort Deutsch. Ich dachte: „ Als Model brauche ich nicht unbedingt die Sprache“. Die erste Agentur lehnte mich ab. Mein Typ war nicht gefragt, meine Größe war auch nicht optimal. Der damalige Starfotograf Horst Stasny hat mich entdeckt und dann haben sich die Agenturen bei mir gemeldet.

Es hat sich die Branche sehr verändert!  Die goldenen 1980/90er sind vorbei. Ich habe diese Veränderung mitgemacht, da ich nach meine Modelkarriere weiter für Stylistg|Make-up & Haare tätig war. Damals waren wir wie eine Familie, die sich gut versteht. Wir haben uns gegenseitig unterstützt. Viele Freundschaften sind entstanden, die bis heute gehalten haben. Wir nennen uns selber die „golden girls“.
Übrigens, beim unserem Treffen im VON Studio habe ich dieses Familien-Freundschaftsgefühl genau so wie damals wieder gespürt!

Es gab viele besondere Momente und Highlights in meine Karriere. Durch meinen Beruf durfte ich oft monatelange in Griechenland, Paris, Mailand oder Genf wohnen und leben. Dadurch lernte ich nicht nur die verschiedenen Sprachen sondern erlebte auch viele unterschiedliche Kulturen und Menschen. Außer klassischer Werbung habe ich auch noch an der Seite von Klaus Maria Brandauer den Kinofilm Jedermanns Fest gedreht.

Was Besonderes: Ich war damals auf einem Casting für Fire & Ice von Willi Bogner, obwohl ich nicht Snowboarden konnte. Aber ich wollte unbedingt mitmachen, das war mein Traum! So habe ich in fast einem Jahr so gut Snowboarden gelernt, dass ich einen Monat nach Canada mitgeflogen bin. Dort bin ich das erste Mal von einem Helikopter gesprungen und habe alles mögliche mitgemacht! Alle anderen waren Vollprofis!!!! Und die waren eben meine Vorbilder!

Nach dem Modeln kam das Schönste in meine Leben: meine Tochter. Sie ist jetzt 18 Jahre.
Und dann habe ich weiter als Stylistin|Make-up & Haare in der Branche gearbeitet. Seit ich graue Haare habe, bin ich wieder als Model tätig.

Ich habe das Glück, dass ich aus meinem Hobby ein Beruf machen konnte und bin mir sicher, wenn man einen Beruf hat, der Freude macht, bleibt man fit und jung.

 

Elisabeth Ocko

VONsociety: Behind the Scenes,Elisabeth Ocko © Paul Harris

PALMERS PR-Foto und Porträt © Paul Harris

Bei einer Interrail Reise in den Sommerferien (während meiner Studienzeit traf ich auf Giancarlo Bonagura, der wiederum ein Foto von mir der Agentur Tausendsassa zeigte. Ich wurde nach Wien eingeladen: Teilnahme und Gewinnerin des  Look of the Year 1993

Ich war sehr viel im Katalogbereich tätig und wurde auch für Reisetage bezahlt. Das ist heute bestimmt nicht mehr üblich. Es war lockerer … man hatte auch viel Spaß. Heute scheint es mehr Druck zu geben. Es scheint auch unentspannter zu sein. Regnete es damals auf einer Fotoreise, war das quasi wie ein bezahlter Urlaub. Man hatte frei, konnte sich die Gegend anschauen!

Es gab viele Highlights und besondere Momente: Ein Monat lang leben mit den Maasai in Tanzania.
Mit Naomi Campbell, Christy Turlington, Claudia Schiffer beim Opening des Fashion Cafes in New Orleans: und dafür eingeflogen worden zu sein, inklusive Bodygards und dann eingeladen von Naomi auf ihr Hotelzimmer mit all den anderen Topmodels.
Oder auf Paul Allen’s Boot Octupus mit  Georg Lukas, Steven Spielberg, Roger Waters treffen …
Segelreise in den Bahamas mit Charlene und Prinz Albert …
Abendessen mit Morgan Freeman bei einer Freundin (einer Drehbuchautorin) in Südafrika.
Pilgerreise nach Santiago di Compostella mit meinem Hund Pitcho, den ich auf den Straßen von Kuba gefunden habe und der noch immer bei mir ist. Über 20 Jahre im Business.
Für Marie Claire Shooting nach Portugal, Patrick Demachelier Shooting, Versus Versace, Fendi, Gianfranco Ferré Modeschauen in Milano.

Anekdote: Als ich den ganzen Tag für Strümpfe posieren musste – das heißt, Hände immer nach oben haltend – fiel ich in Ohnmacht!!!
Einmal wurde ich am Berg bei Minusgraden, Schnee und Eis im ärmellosen Couture Kleid fotografiert: ich zitterte so, dass ich das volle Champagner Glas immer ausleerte …

Vorbilder: Ich fand Cindy Crawford immer gut, weil sie auch sehr geschickt in finanziellen Angelegenheiten war. Sie sieht noch immer toll aus.

Von Zeit zu Zeit arbeite ich noch immer als Model, forciere es aber nicht. Ich helfe im Hotelbetrieb meines Mannes (Hotel Schloss Leonstain) mit. Mache momentan mein Kunstgeschichte Studium fertig. Ich engagiere mich sozial und habe gerade einen Soroptimistinnen Club am Wörthersee gegründet. Im Mai ist die Charterfeier. Projekt Woman for Fair Fashion.

Beauty-Tipp: Ich esse prinzipiell sehr gesund, viel Obst und Gemüse. Versuche meine 7 Stunden Schlaf und wenig Stress zu haben.

 

Eva Gandolfo

VONsociety: Behind the Scenes,Eva Gandolfo © Paul Harris

VON Cover 1987 und Porträt 2017 © Paul Harris

Ich wurde – ganz klassisch – auf der Straße angesprochen, für den METRO Katalog Modefotos zu machen. Dann folgte der LOOK OF THE YEAR Elite Wettbewerb, bereits unter den Fittichen von Monika Schrack Szilagyi, damalige Modelmama und Chefin  von Tausendsassa, der mir einen Vertrag mit einer Agentur in Tokyo einbrachte. Ich wurde durch etliche wunderschöne Editorials im VON promotet und hab über Jahre in Wien sehr gut gearbeitet, bis ich ins Ausland ging.

Früher war eindeutig weniger Konkurrenz (der Eiserne Vorhang war ja noch zu!). Einheimische Models waren gefragt, die Kunden waren leichter zu fidelisieren. Ein viel entspannteres Arbeitsklima ließ alle mehr Spaß haben. Oft wurde mit dem Model „one -in-all “ gebucht: man kam mit dem Köfferchen Accessoires und Schuhe und schminkte sich selbst!

Ich war von Anfang an der kommerzielle Typ. Meine „Karriere“ bestand aus Katalogen und Werbungen. Nicht soo aufregend, aber: durch das Modeln durfte ich in etlichen Metropolen leben, deren Seele entdecken, geistige Offenheit und Eigenständigkeit entwickeln. Ich landete schließlich in Paris, wo ich die wichtigsten Menschen meines Lebens kennenlernte und mit ihm eine Familie gründete …

Ich hab Cordula Reyer immer bewundert, ihre Präsenz und ihr Charisma.

Mein Abschied vom Modeln kam durch unser beginnendes Zugvogelleben  2002 ganz von selbst. Wir verließen damals einer beruflichen Mission meines Mannes folgend, Paris für Tokyo. Seither übersiedeln wir ca. alle 3 Jahre. Da muss schon jemand bei einer fünfköpfigen Familie das Steuerrad halten. Ich liebe meinen Status, er gibt mir die Möglichkeit, all das zu tun und zu realisieren, was ich liebe.

Mein Beauty-Tipp: viel in der Natur sein, sporteln, klug essen. Als Teilzeitvegetarierin liebe ich die frische, kreative Küche. Mein Rat: sich in sich wohlfühlen, sich gern haben, sich was gönnen. Und natürlich die … Liebe!

 

Andrea „Betty“ Gascuel

VONsociety: Behind the Scenes,Andrea Gascuel © Paul HarrisIch war Studentin und und hatte regelmäßig Statisten-Jobs für diverse Filmproduktionen.

Bei mir begann alles mit einem Werbespot für eine Waschmaschine mit 3 oder 4 Models und 6 Statisten. Ich hatte eine Statistenrolle. Daraus wurde aber eine Model-Rolle, da eines der vorgesehenen Models am Tag des Drehs krank war. Am Ende des Tages meinte der Regisseur, ich solle doch zu einer Modelagentur gehen. Eine Freundin die für Tausendsassa ab und zu arbeitete, schickte mich zu dieser Agentur.

Heute ist vor allem die Konkurrenz härter geworden. Wir waren weniger Models und es gab genügend Arbeit für alle.

Es gab viele Highlights. Etwas Besonderes war eine Presse-Modeschau für Courrèges im Louvre bei der meine Mutter im Publikum saß.

Etwas Besonderes war für mich, dass bekannte Designer, direkt an mir ihre Kollektionen kreierten: Gianfranco Ferré für Dior (Haute Couture und Prêt-à-Porter), Karl Lagerfeld für seine Eigenmarke, Michael Kors für Céline, Martin Margiela für Hermès, und vor allem Jean Charles de Castelbajac, für den ich 10 Jahre lang gearbeitet habe.

Meine aktive Model-Zeit dauerte bis 2009. Seither arbeite ich mit meinem Mann (Modefotograf) als seine Assistentin und kümmere mich um die tageweise Vermietung unseres Fotostudios.

Seit 2012 bin ich wieder in einer Modelagentur in Paris und in Wien, für die ich auch ab und zu arbeite.

Beauty-Tipp: Ich schwöre auf meine 10000 Schritte – mindestens – pro Tag. Meine Haut pflege ich seit ein paar Jahren nur noch mit reinen Bio-Produkten, also ohne Parabene oder Konservierungsstoffe.

 

Eva Christin Prader

VONsociety: Behind the Scenes,Eva Christin Prader © Paul Harris

Portrait links © Paul Harris – Portrait rechts © Inge Prader

Ich begann bereits mit 4 oder 5 Jahren mit Fotos für Burda Moden, Quelle, Milch und Ovomaltine Spots, etc. Mama war Model. Sie hat mich aus zeitlichen Gründen zu den Jobs mitgenommen, man hat mich gleich dortbehalten und dann öfter gebucht.

Mit 8 Jahren wirkte ich in der ORF- Serie Die Elternschule mit Lotte Ledl und A. Böhm mit.

Mit 17 wurde ich zufällig in einer Boutique entdeckt. Ein Model war ausgefallen, ich bin einfach eingesprungen …

Ich arbeitet bei Westened Color und dann bei Tausendsassa/Wien, Eileen Ford/NY, Pat Cleveland & Lanzotti /Mailand, Louisa Models/München, Elite Models/Athen, etc.

Heute gibt es sehr viel mehr Mädchen. Oft zu jung, zu unerfahren, unerotisch dürr, schlechtere Bezahlung, Knebelverträge. Nur die Top-Models verdienen viel mehr. Sie sind Testimonials mit „Starbonus“. Wir waren Allrounderinnen; notfalls haben wir selbst die Haare und das Makeup gemacht, aber mit viel mehr Spaßfaktor als heute. Andererseits gibt es heute mehr Professionalität durch technische Entwicklung und Hilfsmittel.

Besondere Momente & Highlights: Shooting in New York mit Christie Brinkly, Casting in London für den Bond Film, Malboro Spot in Athen, Film mit Richard Burton, Film mit Hans Peter Heinzl für die Auswahl, 3 weitere Filme unter anderem mit Senta Berger, Mathieu Carrière, …

Anekdote: Nach einem Shooting in New York, 6.00 Uhr früh, Bäckerei 5th Ave, ich hab dem Mann vor mir 5 Penne geborgt. Der bedankte sich, das war Robert Redford. Er hat mich zur 1000. Vorstellung von Woman of the Year mit Raquel Welch eingeladen. Da lernte ich John F. Kennedy jr. kennen, der mich einen Tag später mit Prinz Albert zum Lunch einlud.

Vorbilder: die „Klasse“ von Ava Gardner, Mea West, Jean Harlow und Andrey Hepburn

Nach dem Model Job: Beteiligung an einer Herrenmodefirma mit Goldmedaille in Paris für Design &Marketig. Geburt meines Sohnes. Unternehmensgründung mit Taxikomm (erstes vollautomatisches Fahrten-Vermittlungs-Sytem statt Funk). Ich bekam dafür den Innovationspreis der WKW. Bis heute: Unternehmensgründung der Unternehmerbörse.

Am Wochenende bin ich „Nebenerwerbs-Forstwirtin“ mit Eigenjagd. Ich bin viel in der Natur und an der frischen Luft, als Ausgleich zum Stadtleben mit Holz hacken, Traktor fahren, Heu machen, etc.

Beauty-Tipp: Nivea für Tag und Nacht, Sommer und Winter, Gesicht und Körper. Schlafen vor Mitternacht – und genügend Sex.

 

Andrea Engel

VONsociety: Behind the Scenes,Portrait Andrea Engel © Paul Harris, Bikini Foto © Peter Baumann

Portrait © Paul Harris – Bikini Foto © Peter Baumann

Ich wurde 1977 mit 15 Jahren von dem Friseur Horst Wallmeier entdeckt

Wir mussten damals Make-up und Styling selber machen, das kann sich heute niemand mehr vorstellen.

Schöne Freundschaften sind entstanden und ich habe sehr unterschiedliche und interessante Menschen kennen gelernt.

Nach dem Model Job kam mein Sohn und jetzt ein braver Bankjob 😉

Fit halte ich mich mit Bewegung in der Natur. Ich mache was mir gut tut und denke positiv.

 

Gabriela Schnabel

VONsociety: Behind the Scenes,Portrait Gabriela Schnabel © Paul Harris, Schwarz-Weiß Modefoto ©

Schwarz-weiß Foto © Suzy Stöckl – Porträt © Paul Harris

Mein Einstieg waren choreographierte Fashionshows. Es gab ein Casting an dem ich teilgenommen habe und ich wurde prompt genommen. Dann ging es Schlag auf Schlag. Erst wurde ich bei der Agentur Vanity Fair unter Vertrag genommen, wechselte dann zu Tausendsassa und wurde schlussendlich bei Ted Linows Mega Models Agency im Hamburg unter Vertrag genommen. Mein Glück war, dass ich dem tschechisch-US-amerikanischen Modell Paulina Porizkova ähnlich sah, die damals gerade das Gesicht für Estée Lauder war.  Ich lief auf vielen internationalen Shows für Lagerfeld, Jil Sander, Joop oder Armani. Ich jobte aber auch in Österreich, lachte  aus Quellekatalogen, posierte für Palmers, Fürnkranz oder warb mit meinem Gesicht für Bipa in der TV-Werbung.

Im Großen und Ganzen hat sich nicht viel verändert. Durch die Arbeitsmarktöffnung des Ostens ist der Verdrängungswettbewerb natürlich größer geworden und die Buchungspreise sind dadurch stark gesunken.

Es war immer ein Highlight wenn man bei einem Casting als Siegerin hervorging und natürlich der Applaus vom Publikum bei großen Shows.

Der Modelljob ist schon per se verrückt. Oder man muss verrückt genug sein, um diesen Job auszuüben. Disziplin, Ehrgeiz und eine Menge Improvisationstalent sind Voraussetzung.

Ich bin natürlich ein Fan der Supermodells wie Linda Evangelista, Naomi Campbell, Christy Turlington oder Cindy Crawford

Nach dem Model Job startete ich meine Karriere als Journalistin. Mittlerweile habe ich mehr als zwei Jahrzehnte Redaktionserfahrung in Fachpublikationen, Tageszeitung und Magazinen. Erst war ich Fachredakteurin in der Textilwirtschaft im Mannstein Verlag, später Gründungsmitglied und Wirtschaftsredakteurin im Wirtschaftsblatt, dann Wirtschaftsredakteurin im Magazin NEWS. Aktuell bin ich im Magazin trend der Verlagsgruppe NEWS Ressortleiterin für Gesellschaft unter der Rubrik „Biz Talk“, porträtiere wöchentlich EntscheidungsträgerInnen der Wirtschaft unter der Rubrik „Body&Soul“.

Das Rezept um fit zu bleiben ist simpel: ich führe meinem Körper nicht mehr Energie zu als ich verbrauche, betreibe regelmäßig Ausdauer- und Kraftsport. Und versuche dem Leben die positiven Seiten abzugewinnen. That´s it.

 

Eva Stefanski

VONsociety: Behind the Scenes,Portrait Eva Stefanski © Paul HarrisIch wurde in der für damalige Zeiten ziemlich coolen und abgefahrenen Disco Camera von Mike Klinke, einem recht bekannten Fotografen, angesprochen. Ich war erst 16 und ließ mir ein ganzes Jahr Zeit, um in sein Studio zu gehen. Klinke war total begeistert und bracht mich zu Model Agentur „Ute Lakner“ gebracht. Mich verwirrte das alles sehr, ich mir meines Aussehens überhaupt nicht bewusst war.

Damals gab es noch keine wirklichen „Superstars“. Wir hatten keinen Leistungsdruck sondern NUR jede Menge Spaß!

Da ich mich von damaligen Models durch meine Größe und Aussehen sehr unterschied (größer als 170 cm, nicht blond, nicht blauäugig und ohne Busen 😉 ) habe ich wirklich nur sehr hochwertige Foto Jobs bekommen. War die erste „Lady Manhatten“ Fotos Elfi Semotan für Demner und Merlicek und in der ersten (für damalige Zeiten sehr umstrittenen) Römerquelle Kampagne (2 Frauen und einMann oder 2 Männer eine Frau …). Es folgten viele schöne Shootings. Mit 25 hab ich dann meine Tochter bekommen und mich nur mehr für Modeschauen buchen lassen. Wollte so viel Zeit wie möglich mit meiner Kleinen verbringen 🙂

Es war eine tolle Zeit! Viel gereist … Viele, viele Modeschauen … Helmut Lang, Bundy und Bundy, Palmers, Modesekretariat, Adelmüller … Aleksandre de Paris … Pucci, Capucci usw.

Wirklich Verrücktes ist mir nicht passiert. Aber es war schon ein lustiges Leben und wenn wir für Schauen gebucht waren, gab es nur: Modeschau, essen, 2 Stunden schlafen und ab in die nächste Disco zum Abtanzen …

Vorbilder gibt es keine. Besonders gefallen hat mir aber Veruschka.

Da ich noch mit Mitte 30 gebucht wurde, habe ich fast übergangslos mit Make-up und Styling begonnen. Der erste Job war mit Peter Baumann und das gleich für den Playboy … sooo lustig in Tunesien.

Heute verdiene ich mein Geld mit und durch glückliche Menschen. Ich bin so etwas wie eine „Lebensverbesserin“ 😉 🙂 🙂 mit meinem „Safterl“ das ist auch mein Beauty Tipp. Der wirkt wirklich.

Heute freue ich mich jeden Tag über mein Aussehen und ich bin dem Universum sehr dankbar für dieses „Geschenk“. Deshalb ist mir meine tägliche „All in one“ Zellnahrung vom Feinsten so wichtig, denn Schönheit kommt von innen! Ich werde heuer 63 und bin fit wie ein Turnschuh. Das war ich vor 6 Jahren noch nicht so. Jeder der mich kennt, sieht, dass ich die Zellalterung „entschleunigt“ habe und das ohne Hilfe von außen. Ich halte mich fit mit Cachiball (ähnlich wie Volleyball), Skaten, Tennis, Schwimmen, ein bisserl Skifahren und im Gym. Wie man sieht, hab ich ganz schön viel Kraft!

 

Eveline Stefely

VONsociety: Behind the Scenes,Portrait Eveline Stefely © Paul HarrisIch wurde beim Friseur (Erich Joham) entdeck.

Ich glaube es ist heute viel schwerer geworden, da die Konkurrenz aus dem Osten dazugekommenen ist.

Ein echtes Highlight waren Die Helmut Lang Modeschauen!

Vorbilder gibt es nicht, aber ich fand Cindy Crawford und Kate Moss immer toll.

Nach dem Model Job habe ich einen Textilgroßhandel gegründet, den ich 27 Jahre ziemlich erfolgreich betrieben habe.

Ich mache regelmäßig Pilates und Krafttraining, gehe viel wandern, spiele Golf und versuche mich halbwegs vernünftig zu ernähren!

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