MATT GRESHAM VERLÄSST DIE KOMFORTZONE

„Ich fand keine Geborgenheit mehr, obwohl es doch mein zu Hause war”, sagt Matt Gresham. „Da wusste ich: Ich muss meine Komfortzone verlassen und mich auf die Suche machen!“

Das war irgendwann vor drei Jahren. Damals packte Matt Gresham seine Sachen und einfach losfuhr. Mit einem One-Way-Ticket in der Tasche. Er machte sich auf die Suche nach einem Gefühl, das er ausgerechnet daheim nicht mehr verspürte. In dem kleinen Ort nahe der Küstenstadt Rockingham im Südwesten Australiens stammt.

Seitdem hat er die Welt bereist, hat unter anderem in den USA, Indonesien, England und gut ein halbes Jahr in Deutschland gelebt. Sein Suchen und Finden hat der Sunnyboy aus Down Under nun in einem mitreißenden Song verarbeitet: „Home“.

VONsociety: Matt Gresham, Portrait © Maximilian König

© Maximilian König

„I picked up my life and I stuffed it in a bag / One way ticket out because I’m never coming back”, singt Gresham, dem die Entscheidung nicht eben leichtgemacht wurde: „People say I’m crazy because I left my world behind / But everything means nothing if there’s no one by your side”.

Die Musik nimmt die Atmosphäre des Textes dabei von Anfang an perfekt auf: Eine gezupfte Slide-Gitarre, schwebende Klänge und ein sanft pulsierender Beat verströmen das Gefühl von Weite, Höhe und Freiheit, zugleich ist das Tempo zunächst zurückgenommen, überwiegen die Zweifel. War es wirklich die richtige Entscheidung? Ja, war es, schließlich hat er reiflich darüber nachgedacht: „See I’ve had all this time to do some drinking / And after all these years that I’ve been shrinking / No map could tell the world just why I’m leaving” / Because home is not a place, it’s a feeling”.

„Es ist beängstigend, einfach den Sprung zu wagen“, erinnert sich Matt Gresham an seinen Entschluss, die Sachen im heimischen Australien zu packen und einfach so loszureisen – Ziel offen, Rückkehr offen, alles offen. „Doch ich wollte wachsen, neue Dinge erleben. Perth ist die abgelegenste Stadt auf der Welt. Und ich bin noch nicht einmal von dort, sondern aus einem kleinen Ort namens Lake Grace. Ich war das erste Baby, das im dortigen Krankenhaus zur Welt kam!”, berichtet er lachend. „Ich bin mit meiner Mom aufgewachsenen, sie ist ein Freigeist, eine Dichterin, und schreibt ebenfalls Songs. Zudem bin ich in einer künstlerischen Familie großgeworden und wir haben eine Menge Musik gehört. Aber erst das Reisen hat wirklich meine Ohren geöffnet“, so der 29-Jährige. „Ich habe Orchestermusik in Europa erlebt, Electro in Berlin, Hip-Hop-Musik in New York … all diese Sounds auf mich wirken zu lassen, die ich in meiner kleinen Stadt nie gehört hatte!“

Dahin gehen, wo die Musik einen hinträgt – als Singer-Songwriter hat Matt Gresham ein Privileg, von dem man nur träumen kann. Oder?

„Schönes Klischee“, grinst Matt. „Die Realität ist allerdings, dass Leute dazu neigen, andere zu bewerten. ‚Wie meinst du, du nimmst einfach deine Gitarre und fährst los? So ganz ohne klassischen Job?’. Das ist auch sehr Deutsch – natürlich nicht Berlin oder Hamburg, aber in den kleineren Städten.” Doch Matt ließ sich nicht beirren: „Ich folge meinem Herzen und mache meine Musik. Ich war schon immer so fasziniert davon, wie Musik Menschen emotional und körperlich bewegen kann.”

VONsociety: Matt Gresham, CD Cover Home

© WMG

Das tut Matt Gresham mit „Home” zweifelsohne, nach „Survive On Love“ und „Small Voices“ seine dritte Single bei Warner Music, die der Australier erneut in Zusammenarbeit mit seinem angestammten Kreativpartner und Singer-Songwriter-Kollege Jaymes Young schrieb, der den Song auch produzierte.

„Home“ ist zugleich der erste Vorbote des Warner-Debütalbums „Who Am I Now” von Matt Gresham.

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