LORDE: MELODRAMA FÜR DEN SOMMER

Lorde ist wieder da! Die umjubelte Sängerin ließ ihre Fans vier Jahre warten. Ihre Debütsingle Royals machte sie berühmt. Sie hob sich 2013 vom damaligen Mainstream ab und belegte acht Wochen lang die Spitze der Billboard Hot 100. Von David Bowie wurde sie als die Musikerin der Zukunft bezeichnet und damit quasi geadelt.

Im Sog des Erfolgs von Royals und ihrem Debütalbum Pure Heroine wurde Lorde Teil von Taylor Swifts Party-Clique. Man sah sie mit Top-Models, auf dem Cover der VOGUE und auf so manchem roten Teppich.

VONsociety: Lorde © Brandan Walter

Lorde brachte nach vier Jahren wieder ein Album auf den Markt  © Brandan Walter

Und dann war mal Funkstille. Die Neuseeländerin ist älter geworden und meint, „als ich 20 wurde, habe ich gemerkt, dass ich gar nichts weiß“. Offensichtlich brauchte sie eine Pause und hatte „erst Mitte 2016 eine echte Vorstellung davon, was für Musik ich auf meinem zweiten Album machen wollte“.

Melodrama – Ein Album über ein Lebensjahr

VONsociety: Lorde, Cover Melodram © Universal Music

Das Cover stammt von dem amerikanischen Maler Sam McKinniss © Universal Music

Lorde hat ein aufregendes Jahr hinter sich: Sie bezog ihr erstes Eigenheim, trennte sich und lernte sich selbst besser kennen. Und verbrachte monatelang jede freie Minute mit Jack Antonoff. „Wir sind mittlerweile beste Freunde. Wir haben alles zusammen gemacht, er weiß alles über mich und er pushte mich nonstop. Er gehört zur Familie“. Melodrama entstand in Lordes Heimat Neuseeland. Sie wollte bewusst eine Weile von der Bildfläche verschwinden, um sich ganz auf sich selbst und ihre Musik zu konzentrieren. Das leuchtend blaue Porträt-Artwork auf dem Cover ist übrigens das Werk des amerikanischen Malers Sam McKinniss.

Green Light

Die Single Green Light wurde im März präsentiert und war der Vorbote des Albums Melodrama.

Wie Ella Marija Lani Yelich-O’Connor a.k.a. Lorde via Twitter-Post im März verriet, ist diese Single das Ergebnis der Arbeit der vergangenen beiden Jahre. Intensive Arbeit, wilde Zeiten und wahrhaft erleuchtende Momente: Daher rührt auch der Titel „Green Light“.  Es ist ein andersartiger, unerwarteter Track, ein Song der alle Emotionen der Vergangenheit vereint und uns am Ende alle zum Tanzen bringen wird.

Der autobiografische Song über die unmittelbare Zeit nach einer Trennung ­– wenn du beschließt, dass du wieder heilen willst. Zunächst fiel es ihr schwer, ihre Gefühle in Worte und Melodien zu fassen. „Es ist ein Song über ein gebrochenes Herz. Und darüber, wieder glücklich zu werden.“

Als die Sängerin ihn selbst zum ersten Mal hörte, war sie überrascht: „Ich dachte ‚wow, er klingt irgendwie euphorisch‘. Dann hatte ich ein Mädchen vor Augen, das ausgelassen im Club tanzt. Sie ist betrunken und trauert ihrem Ex nach, doch am nächsten Morgen steht sie auf und fängt von vorne an“, verriet sie im Interview mit Zane Lowe für Apple Music. „Ich sehe ihn wie eine Reise – eine Reise zur Genesung.“

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