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STRICTLY HERRMANN: Besonderes für Männer

Den Mutigen gehört bekanntlich die Welt! Der neue Concept Store für den Mann strictly HERRMANN, in dem aufstrebenden 2. Wiener Bezirk hat durchaus ein gutes Händchen für das, was Man(n) jetzt braucht. Es ist kein Geheimnis, dass der stationäre Handel durch die zunehmend wachsenden Onlinemarktplätze stark unter Druck ist und sich auch so schnell nicht mehr erholen wird. Langsam wird klar: so wie früher wird es wohl nicht mehr werden. Um so erfrischender, dass man hier dem allgemeinem Pessimismus mit viel Kreativität und Kompromisslosigkeit entgegen wirkt und etwas durchaus Besonderes mit Zukunftschancen entstanden ist.

VONsociety: strictly HERRMANN, Mode und Accessoires im Showroom © Nina Saurugg

Der Concept Store bietet eine kleine, feine Auswahl an Mode und Accessoires © Nina Saurugg

strictly HERRMANN ist ein, von Designer und Kreativdirektor Philipp Bruni, entworfenes Gesamtkonzept und versteht sich als der neue Shopping-Hotspot für den Mann 3.0.

Die auffällig schwarzen skulpturartigen Wände bieten freilich die perfekte Präsentationsfläche für alles was geschmackvoller Luxus ist: Accessoires, Düfte, Kosmetik, Schreibgeräte, Bücher, Kunst und typische Playboy-Gadgets sowie auch eine feine, wenn auch kleine, Auswahl an Mode. Vielleicht sogar – zumindest für meinen Geschmack – zu wenig Auswahl. Denn Männer sind bekanntlich „One Store Shopper“ und lieben es, sich von Kopf bis Fuß möglichst zeitsparend effizient einzudecken.

VONsociety: strictly HERRMANN, Day after Valentine’s Vernissage, Rebecca_1147, Sängerin; Claudia Rauhofer, strictly HERRMANN Geschäftsführerin; Ilona Griss-Schwärzler, Künstlerin © Philip Hutter

Geschäftsführerin Claudia Rauhofer mit Sängerin Rebecca_1147 (links) und der Künstlerin Ilona Griss-Schwärzler (rechts) bei der Day after Valentine’s Vernissage © Philip Hutter

„Der Wunsch der anspruchsvollen Kunden nach einzigartigen Kauferlebnissen wächst stark – besonders in urbanen Zonen“, erklärt Unternehmerin Claudia Rauhofer, die strictly HERRMANN gegründet hat. „Dabei treffen wir genau den Puls der Zeit: Der Mann von heute legt Wert auf Design, Kulinarik, Körperpflege und Nachhaltigkeit. Klassische Statussymbole – die protzige Uhr, der schnelle Wagen – haben ausgedient.“

Good News: Dem Label Weber + Weber, als Slow Fashion Vertreter, wird mit kommenden Frühjahr noch mehr Bedeutung geschenkt und so werden Manuel und Christian Weber in regelmäßigen Abständen persönlich potentielle Kunden beraten.

Weitere 40 Brands werden hier, großteils exklusiv in Österreich, präsentiert.

VONsociety: strictly HERRMANN, Outdoor Jacke von Weber + Weber © Nina Saurugg

Slow Fashion von Weber + Weber © Nina Saurugg

Das ansprechende Ambiente schreit förmlich nach einer längeren Verweildauer. Das kommt nicht von ungefähr. Teil der Idee war es nämlich strictly HERRMANN auch als außergewöhnliche Veranstaltungslocation für Präsentationen, Vernissagen und Vorträge sowie Pop-Up-Events zu vermieten. Unter der Eventreihe Labor HERRMANN soll ein Ort des Austausches entstehen. Ein Raum für ein wiedergefundenes Lebensgefühl, wo man sich informieren und unterhalten kann. Klingt nach Stammtisch 3.0 …. wir sind gespannt!

VONsociety: strictly HERRMANN, Portrait Philipp Bruni © Alice Schnür-Wala

Designer und Kreativdirektor Philipp Bruni © Alice Schnür-Wala

„Männer 3.0 teilen eine bestimmte Haltung zum Leben, eine prinzipielle Offenheit für Veränderung. Sie leben jenseits der klassischen Geschlechterrollen und bauen sich aus dem Angebot dessen, was als typisch männlich oder typisch weiblich galt, ihre Identität zusammen“, erklärt Philipp Bruni, Creative Director von strictly HERRMANN und ergänzt: „Sie finden sie unter anderem im Konsum, gelten als Hedonisten und leben bevorzugt in Metropolen.“

strictly HERRMANN – Taborstraße 5 – 1020 Wien
T: +43 1 9972757
strictlyherrmann.com

6 Fragen an Philipp Bruni – strictly HERRMANN Kreativdirektor 

Des DESIGNERS neuer Laden – woher kommt der Traum eines Concept Stores für den Mann?
Als ich in Mailand lebte, liebte ich es bei 10 Corso Como, dem Prototyp eines Concept Stores von Carla Sozzani, vorbeizuschauen. Obwohl ich mir als Student dort anfangs natürlich nichts leisten konnte, ging ich hin um zu Gustieren und Inspiration zu finden. Manchmal verbrachte ich Stunden damit, die fantastische Auswahl an Designbüchern durchzublättern. Dann setzte ich mich in den begrünten, überdachten Innenhof, bestellte mir einen Caffè und kritzelte mein Skizzenbuch voll mit unzähligen neuen Ideen und Gedanken. Ein magischer Ort. Eine kleine Shopping-Oase.

Als ich mit der Idee betraut wurde, einen Concept Store für den Mann zu designen, brauchte es nicht lange um mich dafür zu begeistern. Concept Stores gibt es viele – aber ausschließlich für den Mann? Das ist wirklich etwas Neues! Die Herausforderung war perfekt.

Sie haben für viele Firmen Auftragsarbeiten gemacht. Manner, Römerquelle Augarten und viele mehr zählen zu Ihre Kunden. Welches Produkt, Label wäre ein Wunsch-Objekt?
Mein Traum ist es ein Boot zu designen. Zum Beispiel für Frauscher, wenn wir an Österreich denken – oder für Riva in Italien. Ich liebe es zu Segeln, aber designen würde ich lieber ein Motorboot. Da hat man mehr Gestaltungsspielraum.

VONsociety: strictly HERRMANN, Vase Pinocchio für Augarten, Design Philipp Bruni © Roland Pum

Vase Pinocchio Philipp Bruni Design für Augarten © Roland Pum

Was macht den Reiz dabei aus, nach Briefing und mit Einschränkung zu designen?
Einschränkungen gibt es immer. Die Kunst ist, trotz dieser Einschränkungen etwas Neues zu schaffen und ein attraktives Produkt oder ein spannendes Interior zu kreieren. Um dies zu erreichen muss man quer denken, kreativ denken. Man muss verschiedenste Aspekte beleuchten und das jeweilige Maximum herausholen. Ziel sollte immer sein, den „größten gemeinsamen Nenner“ aller Aspekte zu finden. Ohne Einschränkungen wäre wohl oft die Challenge nur halb so groß.

VONsociety: strictly HERRMANN, Manner Schnitt-o-mat, Design Philipp Bruni © Manner

Manner Schnitt-o-mart in der Loos Bar © Manner

Man sagt ja, dass Schneider und Schuster als letztes an sich denken, wir darf mich sich das private Zuhause vorstellen? Durchdesignt oder das genaue Gegenteil?
(Lacht) Tja, das stimmt … ich würde sagen ein gesundes Mittel. Obwohl ich gerne Leuchten entwerfe, hängen bei uns immer noch einige Glühbirnen herum. Das hat wohl mit der generellen Suche nach Perfektion zu tun, gepaart mit dem limitierten Budget. Da aber meine Partnerin ebenso anspruchsvoll ist – was wohnen betrifft – wie ich, nur weniger geduldig, haben wir schon ein recht gutes Niveau erreicht.

VONsociety: strictly HERRMANN, Lampe Diamonds, Design Philipp Bruni © Molto Luce

Philipp Bruni: Lampe Diamonds © Molto Luce

Welche Projekte sind aktuell gerade spruchreif?
Im Moment arbeite ich gerade an ein paar Skulpturen die aus Beton gegossen werden – wirklich lässige Teile. Weiters eine Award Trophy, eine private Residenz und einige Leuchtenentwürfe hab ich auch am Tisch. Man muss immer mehrere Eisen im Feuer haben.

Wenn Sie sich als Person als Designobjekt vorstellen müssten, was wären Sie?
Ich glaub, ich wäre eine Segelyacht. Wenn kein Wind weht, dann schaukelt sie so vor sich hin, oder liegt auch mal ruhig in einer Bucht. Aber wenn Wind geht, dann läuft sie sicher über alle Ozeane – und hat Spaß dabei.

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