WIESERGUT: „Wir passen in kein Raster!“

Sepp und Martina Kröll schaffen ihre eigenen Kategorien: In dem exklusiven Design Hotel WIESERGUT in Saalbach Hinterglemm werden  trotz moderner Identität Werte und Tradition hochgehalten, präsentiert sich Architektur so ursprünglich wie archaisch und heißt Luxus viel Raum, Licht und Natur.

Es regnet! Durchgehend, von Wien bis Saalbach Hinterglemm. Verlängertes Wochenende, Stau, die Fahrt zieht sich – ein Gedanke taucht auf: „Wären wir vielleicht besser zu Hause geblieben?“
Die Skepsis verfliegt schlagartig, als wir endlich im Wiesergut ankommen und von einer Aura der Gelassenheit empfangen werden.

Was Sepp und Martina Kröll in einem Dorf, in dem traditionelle Gebirgsromantik dominiert, geschaffen haben, ist einzigartig! Mit großer Leidenschaft gestalteten die beiden den Gutshof aus dem Jahr 1350 um und ließen einen besonderen Ort entstehen, der Ruhe ausstrahlt, an dem Genuss einen besonderen Stellenwert hat und Kontemplation groß geschrieben wird. Sie haben ihre ganz eigene Vision eines Platzes geschaffen, an dem trotz moderner Identität, die Werte und Traditionen eines Familienbetriebs hochgehalten werden.

Das Design Hotel steht auf geschichtsträchtigem Boden. Familie Kröll war eine der ersten, die vor vielen Jahren Urlaub am Bauernhof anbot. Die Umgestaltung des Guts war ein Kraftakt, den die Eltern von Anfang an mitgetragen haben, den visionären Ideen der Jungen vertrauten und nun mächtig stolz darauf sind, was in den letzten Jahren entstanden ist.
„Etwa sieben Jahre hat die Planungsphase gedauert“, erzählt Sepp Kröll. „Für unser Projekt die richtigen Architekten zu finden, war nicht ganz einfach. Die meisten hatten nur die Effizienz im Auge, haben gesehen, dass hier viel Grund vorhanden ist und wollten eine Bettenburg errichten.“

Sepp und Martina Kröll

Für Sepp und Martina Kröll war aber ganz klar, dass die Natur Akzente setzen sollte. Sie wollten großzügigen Raum schaffen, der einem gut tut. Letztendlich entschieden sich die beiden für Martina Gogl. Eine Architektin aus Lans in der Nähe von Innsbruck, die vorwiegend Shops designt und Einfamilienhäuser entwirft. Sie und ihr Team haben „verstanden, was wir wollten: Architektur so ursprünglich wie archaisch. Wir haben selbst ein Jahr lang in einem Musterzimmer gewohnt, um zu testen, ob auch alles so ist wie wir uns das vorstellen.“
Dementsprechend wird überall im Wiesergut sichtbar, was die Krölls mit klarer Formensprache meinen. Luxus heißt hier: Raum, Licht, Natur. Alles, mit Ausnahme der Barhocker und -stühle, wurde extra für das Boutique Hotel angefertigt. Es kamen durchwegs Materialien aus der Gegend zum Einsatz. Unbehandeltes Holz, vor allem altes Stadlholz, Stein, Eisen, Sichtbeton, Stahl, viel Glas, Leder und kuschelige Naturstoffe wie Bauernleinen, das mit ursprünglichen Mustern bedruckt wurde, schaffen eine ganz besondere Atmosphäre.

Ein breiter, lichtdurchfluteter Gang führt zu den Garten Suiten des Luxushotels. Detail am Rande: auf mit Hirschleder bezogenen Bänken liegen ausgewählte Bildbände. In der Hausbibliothek gibt es einen Bücherplan, der besagt, welche Bücher zu den unterschiedlichen Tageszeiten wo aufliegen – hier wird eben nichts dem Zufall überlassen.
Wir sind in einer der sieben Garten Suiten untergebracht. Hier lässt die vier Meter hohe Glasfassade das Innen mit dem Außen verschmelzen. Von der freistehenden Badewanne aus kann man den Blick auf den offenen Kamin und die dahinter liegenden Berge genießen. Im Nassbereich wurden keine Fliesen verlegt – die findet der Sepp Kröll absolut verzichtbar, denn Lehmputz tuts auch. Und das schaut dann gleich viel interessanter aus. Der Holzboden schließt direkt an die Duschwand aus Glas an – Ideen, die hiesige Handwerker teilweise nur den Kopf schütteln ließ. Auf der Sonnenterrasse unserer Suite steht ein mit warmem Quellwasser gefüllter Hot Tub. Hier relaxen wir ganz privat, lauschen dem Regen der unaufhörlich niederprasselt und stellen fest, dass uns das schlechte Wetter nicht im geringsten stört!

Die Küche entspricht natürlich auch der Philospohie „weniger ist mehr“. Dass hier auf hohem Niveau gekocht wird, ist klar. Wobei, mit Hauben und Sternen haben die Krölls nichts am Hut. „Ich brauche einen Küchenchef, der die Wiesergut Philosophie mitträgt. Das ist mir das Wichtigste! Unsere Mitarbeiter müssen eine ähnliche Einstellung wie wir haben, sonst funktioniert das nicht.“ Chefkoch Patrick schätzt Produkte, die den Namen Lebensmittel verdienen. Er verarbeitet erntefrische Naturprodukte aus der Gegend, vieles aus biologischem Anbau, sammelt Pilze, verarbeitet Wild aus der eigenen Wiesergut Jagd und zaubert daraus kulinarische Genüsse, die uns in guter Erinnerung bleiben. Das knusprige Wiesernbrot hat Tradition und wird täglich von der Seniorchefin im Holzofen nach altem Rezept gebacken.
Das Frühstück wird serviert, denn „Buffets passen definitiv nicht zur Philosophie des Hauses“. Im Zentrum des Guts zieht der von einem Schweizer Künstler geschaffene Feuerring die Aufmerksamkeit auf sich. Im Sommer wird darauf gegrillt, im Winter schafft die Feuerstelle eine behagliche Atmosphäre.

Auch beim Essgeschirr wollten die Krölls nichts „von der Stange“. „Wir haben das Keramikgeschirr von der burgenländischen Designerin Petra Lindenbauer anfertigen lassen“, erzählt der Sepp, „die ging auf die individuellen Wünsche der Köche ein und war ein Jahr mit der Produktion beschäftigt.“ Lampen und Vasen wurden ebenfalls aus Keramik gefertigt und zwar von der Kölner Designerin Isabel Hamm.
Bei den naturnahen Spa Treatments kommen hochwertige Öle und Naturkosmetik von Susanne Kaufmann zur Anwendung. Ein großzügig angelegter Pool, Dampfbad und Sauna – auch hier viel Raum und ein großes Fenster, durch das man die grasenden Kühe beobachten kann – ein Ruheraum mit Blick auf den Obstgarten und ein privater Behandlungsraum für Paare.

Gibt es bei all dem, was hier erdacht, geschaffen und so perfekt umgesetzt wurde, ein Streben nach kategorisierter Anerkennung, nach Sternen oder einer internationalen Auszeichnung?
„Wir passen in kein Raster, in keine Tabellen …“, meint Sepp Kröll. Ihm sind Kategorisierungen nicht wichtig, ganz im Gegenteil. „Wenn, dann möchte ich meine eigene Kategorie schaffen, nämlich die des Wieserguts! Das Wiesergut soll ein Ort sein, der in unserer beschleunigten Welt beruhigt und erdet, an dem man ohne Hast genießen kann, ganz bewusst entschleunigt. Wir sind glücklich, wenn wir unseren Gästen Zeit und Zuwendung schenken dürfen!“

WIESERGUT – Wiesern 48, 5754 Saalbach Hinterglemm
T: +43 6541 6308
www.wiesergut.com

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