VON BIODYNAMIE, WEIN & SCHAFEN

Johannes und Melanie Trapl bewirtschaften 18 Hektar Rebfläche in Stixneusiedl und am Spitzerberg. Ihr Fokus liegt auf ausgeprägten Weißburgundern und Blaufränkisch. Steinige Kalk- und Lössböden, Schotter und Lehm bieten gemeinsam mit dem warmen pannonischen Mikroklima und den von der nahen Donau kommenden kühlenden Winden beste Voraussetzungen für beide Rebsorten, die vorwiegend lagenspezifisch abgefüllt werden.

Das Weingut selbst liegt in Stixneusiedl, wo fast ausschließlich Weißweine, die 20 Prozent der Weinproduktion ausmachen, gedeihen. In den Weingärten am Spitzerberg überwiegen rote Trauben. Das Winzerpaar hat sein Weingut 2010 biologisch zertifizieren lassen, nun folgt die Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung.

VONsociety: Weingut Trapl, Johannes Trapl © Steve Haider

Johannes Trapl © Steve Haider

„Die Biodynamie ist für uns der nächste logische Schritt. Reben, die in einem vielfältigeren Umfeld gedeihen, bringen auch vielfältigere komplexere Weine hervor“, ist Johannes Trapl überzeugt. „Biodynamie ist das Arbeiten im Kreislauf mit der Natur und dem Mond, so wie es schon unsere Großväter gemacht haben. Hinzu kommen Tiere am Weingut, spezifische Präparate und eine Arbeitsweise nach den Richtlinien von Rudolf Steiner.“

Biodynamie verlangt eine umfassende Ausbildung. Es geht um die Stärkung und Vitalität der Reben und des Bodens, die sich einerseits in der höheren Qualität und Authentizität der Weine und andererseits in einer höheren Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und Wetterkapriolen auswirken. Das Ziel sind Weingärten und Weine in Balance. Persönlicher Berater der Trapls ist der Betriebsleiter des biodynamischen deutschen Weinguts Odinstal Andreas Schumann.

Das Winzerpaar absolviert zudem Seminare der Gruppe respekt-BIODYN, bei der auch die Zertifizierung angestrebt wird. Biodynamie heißt „Kreislaufwirtschaft“ mit eigenen Tieren, Gemüse- und Obstanbau bis hin zur gänzlichen Unabhängigkeit von Lebensmittellieferanten. Weshalb sich die Trapls eine kleine Schafherde aufs Weingut geholt haben. Die Schafe grasen in den Weingärten und düngen diese nebenbei. „Der hohe zusätzliche Arbeitsaufwand macht sich durch die höhere Qualität der Weine sehr rasch bezahlt.“

VONsociety: Weingut Trapl, Blaufränkischer © Michi Hochleitner Typejockeys

© Michi Hochleitner Typejockeys

Dass dem tatsächlich so ist, beweist die aktuelle Auszeichnung durch das Fachmagazin Falstaff mit vier von fünf Sternen und das Prädikat „Salon-Auserwählter” für den Zweigelt Rubin Carnuntum 2014 im Salon Österreich Wein. Das Weingut Trapl zählt somit zu den bestbewerteten Weingütern Österreichs und ist das erste in Carnuntum, das in biodynamischer Umstellung ist. Blaufränkisch Spitzerberg.

Der aktuelle Jahrgang 2014 des Blaufränkisch Spitzerberg wurde vom Falstaff-Magazin mit 94 von 100 Punkten bewertet. Er wird ab Dezember zum Ab-Hof-Preis von 32 Euro erhältlich sein. 91 Punkte und mehr gab es auch für alle anderen Weine in der Bewertung des Guides.

WEINGUT JOHANNES TRAPL
Hauptstraße 16
2462 Stixneusiedl
Tel. +43 2169 2404
Mail: office@trapl.com
www.trapl.com – die Website wird derzeit überarbeitet

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