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LUMAS – FREIHEIT FÜR DIE (FOTO) KUNST

Stefanie Harig und ihr Mann Marc Alexander Ullrich hatten eine Intention, die zur grandiosen Geschäftsidee wurde: außergewöhnliche Fotografie für ein breiteres Publikum mit höheren Auflagen bezahlbar zu machen. Poster-Denke weitergedacht. Als kunstaffiner Youngster fängt man ja meistens mit Postern an, aber nach einigen Jahren kommt unweigerlich der Punkt, wo die IKEA Möbel gegen ein paar Designerstücke ausgetauscht werden. Spätestens dann passen die Poster nicht mehr ins Bild.
Die wirklich tollen Hingucker für die Wand bleiben aber leider nur Träume, weil meistens zu teuer. Da setzten Harig und Ullrich vor 11 Jahren an. Die Idee war simpel. Man reproduzierte vom Master-Foto eine größere Stückzahl als am Kunstmarkt üblich und konnte das Sujet nun viel preiswerter verkaufen. Zwar war das Teil nun nicht mehr so exklusiv, aber: „Ein Bild ist ja nicht weniger schön, wenn man es mit 99 anderen Menschen teilt als nur mit fünf. Und es ist kein Qualitätsverlust, ob nun fünf oder 100 Abzüge gemacht werden“, beschreibt Harig ihre LUMAS Philosophie.

Die erste LUMAS-Galerie eröffnete 2004 in Berlin. Das Konzept ging auf. Mittlerweile bespielt LUMAS 37 Standorte in Europa und den USA mit einem Besucheransturm von rund 250.000 Menschen.
Die nächste Galerie-Dependance hierzulande befindet sich in der Wollzeile, wo man einige feine Exponate bewundern kann. Allein 20 Scouts sind weltweit damit beschäftigt, neue aufregende Fotokunst zu entdecken, 180 Mitarbeiter sind es insgesamt im Unternehmen. Die 1800 Arbeiten, die LUMAS in Summe online anbietet, werden im eigenen Fotolabor in Highend-Galerie-Qualität reproduziert. Sie sind großteils signiert und kommen in limitierten Auflagen von 75 bis 150 Stück auf den Markt. Die Preise bewegen sich zwischen einigen 100 und mehreren 1000 Euro.

Ein unlimitiertes Stück im Kleinformat ist für wohlfeile 100 Euro zu haben. Das richtet sich natürlich auch nach dem Künstler, ob er noch Newcomer oder schon etabliert ist. Wer einen guten „Riecher“ hat und in einen noch unbekannten Künstler investiert, legt sein Geld unter Umständen richtig an. Schließlich waren Altvordere aus dem LUMAS Portfolio wie Damien Hirst, David Lachapelle, Gilbert & George, Horst P. Horst oder Bettina Rheims auch einmal kleine Blitzlichter. Wer allerdings heute in diese Elitegruppe investiert, hat auf jeden Fall eine gute Geldanlage getätigt. Aber, Investment hin oder her, Haring weiß zu berichten: „Die meisten Kundensind zuerst einmal vom Bild fasziniert und fragen dann erst nach dem Künstler!“
Auch die Meisterwerke aus dem Vogue Archiv sind mittlerweile bei LUMAS zu erstehen. Die Kollektion umfasst 30 Sujets, unter anderem die legendären schwarz-weiß Bilder von Coco Chanel oder die bunten Kate Moss Inszenierungen im Waschsalon.

www.lumas.com

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